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Seenotrettung is not a crime!
Hier könnt Ihr Poster, Aufkleber und Flyer bestellen:

Schafft Öffentlichkeit!

Die Iuventa ist ein Schiff der Organisation Jugend Rettet e.V.,
das seit Herbst 2016 im Mittelmeer Flüchtende Menschen aus Seenot
gerettet hat. Im August wurde es von den italienischen Behören unter
fadenscheinigen Begründungen beschlagnahmt. Derzeit liegt es in Trapani
auf Sizilien an der Kette und keinen Menschen mehr zur Hilfe eilen.
Informiert euch unter: https://rettung-ist-kein-verbrechen.de/


Mehr als 10.000 Menschen starben im Mittelmeer seit 2015 bei ihrem Versuch nach Europa zu gelangen. Die Route über das zentrale Mittelmeer von Libyen nach Italien ist derzeit die tödlichste Fluchtroute der Welt. Gleichzeitig ist sie eine der bestbewachten und höchst militarisierten Außengrenzen der EU.

Die Seenotrettung von flüchtenden Menschen im Mittelmeer wird zu einem sehr großen Teil von zivilen, spendenfinanzierten Rettungsschiffen getragen. Sie übernehmen seit 2015 eine Aufgabe, für die eigentlich staatliche Organisationen verantwortlich sein sollten. Die Staaten der EU setzen aber auch hier auf Abschottung. Dringend benötigte Ressourcen werden nicht bereitgestellt und Schiffe der EU finanzierten Flotten
werden weit weg von der libyschen Küste gehalten um nicht eingreifen zu müssen, wenn Menschen in Seenot geraten. Zur gleichen Zeit werden Gelder
in Millionenhöhe in die Milizen der libyschen Grenzregionen investiert – Gewalt, Folter, Menschenhandel sind die Folge dieser Kooperation. Damit
trägt die Europäische Gemeinschaft nicht nur zum täglichen Bruch der Menschenrechte bei sondern ist mitverantwortlich für die hohe Anzahl an Toten auf dieser Fluchtroute.

Wir, die privaten Seenotretter*innen, konnten zwar nicht das Sterben an den Außengrenzen Europas beenden, aber wir konnten der Banalisierung der Verbrechen an Migrant*innen etwas entgegensetzen: praktische Solidarität mit den Menschen auf der Flucht. Wir, die humanitäre Flotte, retteten 1025/2016 annähernd 100.000 Menschen. Darüber hinaus berichteten wir unzensiert von der Situation, wir erzählten die Geschichten der Geretteten und zählten die Gestorbenen und Vermissten. Niemand konnte mehr wegsehen, niemand kann sagen er oder sie habe es nicht gewusst.

Dieser Erfolg der zivilen Seenotrettungsflotte ist den europäischen Regierungen ein Dorn im Auge. Sie zwingen die europäische Öffentlichkeit hinzusehen und schaden damit dem Ansehen der EU, der offensichtlich jedes Mittel recht ist, die Flüchtenden fern zu halten. Seit Ende 2016 betreiben Frontex und europäische Regierungen eine Verleumdungskampagne gegen die Freiwilligen, die im Mittelmeer tausende Leben gerettet haben und auch weiterhin retten. Italienische Behörden haben begonnen Ermittlungen gegen einige Organisationen aufzunehmen, mehrere Schiffe wurden duchsucht, die IUVENTA der Organisation Jugend Rettet wurde beschlagnahmt. Gleichzeitig wird die libysche Küstenwache weiter aufgerüstet und greift mit stiller Duldung der europäischen Kriegsschiffe vor Ort immer wieder Seenotretter*innen an.

Es reicht! Das Sterben muss ein Ende haben:

Wir fordern ein Ende der Kriminalisierung von Flucht!

Wir fordern ein Ende der Banalisierung der Verbrechen an Migrant*innen!

Wir fordern ein Ende der Kriminalisierung privater
Seenotrettungsorganisationen!

Wir fordern sofortige und wirkungsvolle Rettungsprogramme für das
Mittelmeer!

Wir fordern die freie und sichere Einreise nach Europa, offene Grenzen

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